Stuttgart rettet gegen Bremen ein Unentschieden!
Nachdem Fistonic knapp unterlag, Bleil klar verlor und die Schwaben 0:2 in Rückstand gerieten, retteten Müller und Dahmen das Unentschieden und das ohne Patrick Gässler, der eine Erkältung auszukurieren hatte.
Manuel Fistonic startete gegen den Bremer Jill Witt zu langsam und geriet in Rückstand, dem er zunächst hinterher lief. Witt war bereits 1:0 in Sätzen und 9:1 im zweiten Satz vorn, als Fistonic begann druckvoller zu spielen. Dadurch verunsichert, begann Witt Fehler zu machen und Fistonic holte Punkt um Punkt auf. Im Tiebreak war der Stuttgarter mental stärker und schaffte den 1:1-Satzausgleich. Die beiden nächsten Sätze waren jeweils hart umkämpft. Zunächst gewann der Bremer einen Satz und danach glich der Stuttgarter erneut aus. Im entscheidenden fünften Satz hatte der Bremer den deutlich besseren Start und nutzte Fistonics Fehler zur 6:0-Führung. Fistonic gab nicht auf und kämpfte sich nochmals heran, doch der Bremer konnte einen knappen Vorsprung übers Ziel retten und brachte sein Team in Führung.
Stuttgarts heutige Nummer drei, Jan Ole Bleil, musste gegen den Bremer Norman Junge in den Court. Der Stuttgarter ließ sich von Beginn an Junges Spiel aufdiktieren, machte zu viele leichte Fehler und gab somit die Sätze eins und zwei relativ klar ab. Im dritten Durchgang kam nochmals Hoffnung für Stuttgart auf, als Bleil zunächst besser ins Spiel kam. Doch ab dem 4:4 schlichen sich erneut leichte Fehler ein. Junge nutzte die Chance, zog davon und gewann auch den dritten Satz.
0:1 lag Stuttgart ja bereits mehrfach in dieser Saison zurück, doch 0:2 war eine neue Situation.
Das Spiel der beiden Positionen eins wurde, ebenso wie das erste Spiel, zum kleinen Krimi. Zwar beherrschte Stuttgarts Schweizer Nicolas Müller den Bremer Südafrikaner Gary Wheadon und schickte ihn von einer Ecke in die andere, aber Müller machte auch Fehler. Somit ging das Match hin und her – Müller gewann Satz eins, Wheadon Satz zwei, Müller Satz drei und Wheadon den vierten Satz. Eigentlich musste sich Stuttgarts Team keine Sorgen machen, den nach dem Gesetz der Serie wäre nun Müller wieder dran. Und so war es dann auch, Müller erhöhte den Druck, Wheadon kämpfte wie ein Löwe, aber der Stuttgarter machte die Punkte. Mit dem 3:2-Sieg schaffte Müller den 1:2-Anschluss für die Schwaben.
Jetzt lag der große Druck auf Stuttgarts Moritz Dahmen – entweder Niederlage oder noch ein Unentschieden retten. Dahmens Zusatzmotivation war zudem, seine 100%-Quote zu halten und das schien den Ausschlag zu geben. Allerdings war Dahmens Start nicht besonders – zu viele leichte Fehler und so gewann Schwarzer Satz eins. In Satz zwei und drei erhöhte Dahmen den Druck nach hinten und erzwang sich Chancen, die er in Punkte verwandelte. Mit der 2:1-Führung im Rücken spielte Dahmen frei auf und holte eine 6:1-Führung im vierten Satz. Von da an wurde Dahmen passiv und ließ den Bremer wieder ins Spiel zurück kommen, der zum 2:2 ausglich. Auch im entscheidenden fünften Satz das gleiche Bild: Dahmen fing gut an, ging 6:1 in Führung, um dann den Bremer 6:8 an sich vorbei ziehen zu lassen. Die drohende Niederlage ließ wohl den Stuttgarter die Konzentration wieder finden und er machte die nächsten fünf Punkte in Folge. Dahmens Sieg bescherte den Schwaben das Unentschieden und Dahmen weiterhin seine 100%-Quote.
Wie Stuttgart am Sonntag gegen Augsburg antreten wird, ist zurzeit noch unsicher – alles hängt davon ab, ob sich Patrick Gässler bis dahin von seiner Erkältung wird auskurieren können.
1. Bremer SC - Sport-Insel Stuttgart 2:2
Gary Wheadon - Nicolas Müller- 2:3 8:11, 11:7, 5:11, 11:4, 6:11
Heiko Schwarzer - Moritz Dahmen 2:3 11:5, 5:11, 8:11, 11:8, 8:11
Norman Junge - Jan Ole Bleil 3:0 11:4, 11:3, 11:5
Jill Witt - Manuel Fistonic 3:2 11:7, 11:13, 11:6, 7:11, 11:7
Weitere Informationen: www.squashnet.de

[…] Der Sieg in meiner alten Heimat Bremen - gegen meine alte Mannschaft - und das an Position 2, so kann es weitergehen. Aber nur wenn man außer Acht läßt, dass wir ohne Patrick spielen mussten (der war krank und lag im Bett) und Manuel knapp und Ole klar verlor und wir somit nur 2:2 gespielt haben. Gott sei Dank, dass auf unseren Nici Müller Verlass ist, auch wenn der nur 3:2 gewonnen hat. […]
Pingback von Moritz Dahmen Blog » Blog Archiv » Bremen ging fast daneben - Augsburg war entspannt! — 10. Februar 2009 @ 15:19